| Auf den Spuren der Vergangenheit
Der Christliche
Verein Junger Menschen in Deutschland, kurz CVJM, ist ein
gemeinnütziger Verein mit Hauptsitz in Kassel, der es sich zur
Aufgabe gemacht hat, jungen Menschen mit Freizeit- und
Sportangeboten Gottes Wort nahe zu bringen. Das geschieht in
vielen Ortsvereinen in Deutschland und in der ganzen Welt (dort
oft auch bekannt unter der Abkürzung YMCA).
Gegründet wurde
der CVJM bereits im letzten Jahrhundert und ist somit fester
Bestandteil unserer Gesellschaft.
Vor dem zweiten
Weltkrieg war der CVJM im Reichsbund der evangelischen Kirche
integriert. Sein Vorsitzender und Reichswart der Evangelischen
Jugmännerbünde Deutschlands war Dr. Erich Stange. Erich Stange
wurde nach dem Krieg zum Generalsekretär des deutschen CVJM
berufen.
Seine eigene
Geschichte zur Zeit des sogenannten "Dritten Reiches"
beschreibt der CVJM selbst kurz und bündig: "...ab 1933
wurde der CVJM verboten". So ist es auf vielen
CVJM-Homepages und in zahlreichen Büchern und Lexika zu
erfahren.
Diese allgemeine
Darstellung ist nicht nur falsch, sondern unterschlägt einen
wesentlichen Punkt: Große Teile der Führung des CVJM und
zahlreiche Verbände unterstützten die nationalsozialistische
Herrschaft. Protesten des Weltbundes des YMCA zur
Judenverfolgung wurde widersprochen. Es erschienen zahlreiche
Bücher und Zeitschriften mit nationalsozialistischem und
rassistischem Inhalt bis weit in den Krieg hinein. Die Autoren
waren u.a. Erich Stange, Arnold Dannenmann (der Gründer des
späteren CJD) und Werner Jentsch.
Auf den folgenden
Seiten wird dieser Zeitraum des deutschen CVJM beleuchtet.
Vereine und CVJMer sollen sich aufgefordert fühlen, sich mit
ihrer Geschichte auseinanderzusetzen. Das ist bisher nur
ungenügend geschehen, wie das Wissen vieler Mitglieder über
die Geschichte des eigenen Vereins belegt.
* Umschlag eines gleichnamigen Buches des
CVJM von 1933 cvjm@nitrogen.de 
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19.01.2000
Letztes update: 03.07.2001
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